18+ Verantwortungsvolles Spielen Legales Online-Glücksspiel in Österreich: nur win2day (Konzession) Glücksspiel kann süchtig machen · spielsuchthilfe.at

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Ist Online-Glücksspiel in Österreich legal?

Kurz gesagt: Ja – aber nur bei einem einzigen Anbieter. Online-Casino, Slots, Poker und Lotterien sind in Österreich ein staatliches Monopol. Legal betrieben wird ausschließlich win2day. Alle anderen im Netz beworbenen Casinos arbeiten mit einer EU-Lizenz, aber ohne österreichische Konzession – rechtlich eine Grauzone. Dieser Ratgeber erklärt neutral, was das für dich bedeutet.

Das GSpG-Monopol

Das österreichische Glücksspielgesetz (GSpG) reserviert das Anbieten von Glücksspiel – darunter Online-Casino, Spielautomaten, Poker und die klassischen Lotterien – dem Staat beziehungsweise dem einzigen Inhaber der Online-Konzession. Diese Konzession liegt derzeit bei win2day, betrieben von der Casinos Austria AG und der Österreichische Lotterien GmbH. Für Nutzer heißt das: Wer online im rechtlich gesicherten Rahmen spielen will, kann das in Österreich nur bei win2day tun. Nur dort sind auch Lotto 6 aus 45, EuroMillionen und Joker legal online spielbar.

Was ist mit den vielen anderen Casinos?

In Suchmaschinen und Werbung tauchen zahlreiche weitere Casinos auf – oft mit deutschsprachiger Oberfläche, EPS und Paysafecard. Diese Anbieter besitzen in der Regel eine EU-Lizenz, meist der Malta Gaming Authority (MGA), teils aus Curaçao. Eine solche Lizenz erlaubt den Betrieb innerhalb des jeweiligen Lizenzstaats, ersetzt aber keine österreichische Konzession. Nach österreichischem Recht bewegen sich diese Anbieter daher in einer Grauzone. Schätzungen zufolge entfällt ein großer Teil der tatsächlichen Nachfrage – rund 70 % – auf solche Offshore-Anbieter, während der legale Monopolist nur einen kleineren Teil bedient.

Der Status für Spieler

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Anbieter und Spieler. Der Betrieb eines Casinos ohne österreichische Konzession ist rechtlich nicht gedeckt. Die Teilnahme eines Spielers an einem EU-lizenzierten Casino ist dagegen faktisch nicht strafverfolgt – bekannte Strafverfahren gegen Spieler gibt es nicht. Der entscheidende Punkt liegt woanders: Da der Vertrag mit einem nicht konzessionierten Anbieter nach österreichischem Recht nichtig sein kann, lassen sich unter Umständen Verluste zurückfordern. Gleichzeitig sind „Gewinne“ bei einem solchen Anbieter rechtlich wackliger als bei win2day, wo sie klar geregelt und einkommensteuerfrei sind.

Sonderfall Sportwetten

Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des GSpG. Sie gelten in Österreich rechtlich als Geschicklichkeitsspiel und werden auf Ebene der Bundesländer geregelt, nicht durch das Monopol. Deshalb ist der Wettmarkt legal und wettbewerbsfähig – mit etablierten Anbietern. Auf Wetteinsätze fällt eine Wettgebühr von 2 % an. Mehr dazu auf unserer Seite Sportwetten.

Steuern auf Gewinne

Gewinne bei einem lizenzierten österreichischen Anbieter (win2day) sind für Spieler einkommensteuerfrei. Bei Offshore-Anbietern ist die Lage juristisch grau, weil der Vertrag selbst angreifbar ist. Für die Anbieterseite gelten eigene Abgaben (Glücksspielabgabe bzw. Konzessionsabgabe); bei Sportwetten die erwähnte Wettgebühr.

Ausblick: Marktöffnung 2027

Die win2day-Konzession läuft 2027 aus. Die Regierung hat 2026 eine Reform des Glücksspielgesetzes auf den Weg gebracht: Vorgesehen sind eine unabhängige Glücksspielbehörde, ein zentrales Sperrregister und – ab Oktober 2027 – die Vergabe mehrerer Lizenzen statt eines Monopols. Damit verändert sich der rechtliche Rahmen grundlegend. Details im Ratgeber GSpG-Reform 2027: Marktöffnung.

Weiterlesen: Verluste zurückfordern · GSpG-Reform 2027 · Spielerschutz · win2day (Legal-Referenz)

Verantwortungsvolles Spielen · 18+

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